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NRW

Narren strömen zu den Rosenmontagszügen

Brauchtum

Montag, 12. Februar 2018 - 09:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln/Düsseldorf. Spott und Häme - am Rosenmontag ist es wieder so weit. Die Mottowagen in den Karnevalshochburgen nehmen in diesem Jahr vor allem die SPD aufs Korn, auch US-Präsident Donald Trump bekommt wieder sein Fett weg.

Der Mottowagen mit der Figur von „Martin Schulz (SPD)“ vor einer Halle. Foto: Marcel Kusch/Archiv

In den Karnevalshochburgen bereiten sich die Narren auf die Rosenmontagszüge vor. Viele waren schon am frühen Morgen unterwegs, um sich die besten Plätze am Zugweg zu sichern. Köln und Düsseldorf erwarten jeweils mehrere 100 000 Zuschauer. Allein in Köln werden 300 Tonnen Süßigkeiten unters Jecken-Volk gebracht, darunter 700 000 Schokoladentafeln, 220 000 Schachteln Pralinen und 300 000 „Strüßjer“, kleine Blumensträuße. Das Wetter soll durchwachsen werden: mal Sonne, mal Regen.

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Beliebte Themen der Persiflage-Wagen sind dieses Jahr die Groko-Verhandlungen und - einmal mehr - US-Präsident Donald Trump. Am aktuellsten sind wieder einmal die Wagen aus Düsseldorf: Da dreht sich der Noch-SPD-Vorsitzende Martin Schulz selbst durch den Fleischwolf. Seine anvisierte Nachfolgerin Andrea Nahles gibt derweil die Parole aus: „Genossen, das ENDE ist NAHles!“ Kanzlerin Angela Merkel ist als riesige schwarze Spinne dargestellt, umgeben von den Knochen ihrer erledigten Gegner. Andere Motive zeigen die vor der Macht davonrennenden „Feigen Demokraten“ und das Elend der Flüchtlinge in Libyen.

Im Gegenzug zum Kölner Rosenmontagszug bleiben in der Nachbarstadt Düsseldorf die Motive bis zuletzt stets geheim. Die Mottowagen standen am Morgen noch in der Wagenbauhalle der Karnevalisten. Die Entwürfe des Wagenbauers Jacques Tilly haben den Ruf, deutschlandweit die frechsten zu sein.

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug startet kurz vor Mittag, in Köln geht es bereits zwei Stunden vorher los.


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