NRW

Naturschützer wollen Schottergarten-Verbot

Naturschutz

Dienstag, 1. September 2020 - 12:33 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Schottergärten sollten nach Ansicht des Naturschutzbunds Deutschlands (NABU) verboten werden, weil sie Pflanzen und Tieren natürlichen Lebensraum nähmen. Die Kommunen hätten bereits die Möglichkeit, solche Verbote auszusprechen, sagte die nordrhein-westfälische NABU-Vorsitzende, Heide Naderer, am Dienstag in Düsseldorf. Sie appellierte an die Bürger, auch bei den anstehenden Kommunalwahlen darauf zu achten, wer sich dafür einsetze, natürliche Flächen nicht weiter zu versiegeln.

Pflanzen ragen aus einem Vorgarten mit grauen und schwarzen Kieselsteinen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild

In den vergangenen Jahren war bei vielen Hausbesitzern ein Trend zu pflegeleichten Vorgärten aus Steinen, Schotter, Kies oder Splitt zu beobachten. Nachteile aus Sicht von Naturschützern: Derart versiegelte Flächen beschleunigten das Artensterben und wirkten sich negativ auf das Mikroklima aus, da die Steine Wärme speichern und wieder abstrahlen, während Pflanzen den Boden beschatten und für Verdunstungskühle sorgen.

Es sei falsch gewesen, dass die schwarz-gelbe Koalition nach der Regierungsübernahme die Obergrenze für den Verbrauch neuer Flächen gestrichen habe, kritisierte Naderer. Der NABU fordert, dass bis 2025 nicht mehr als maximal fünf Hektar pro Tag in NRW zugebaut oder verbraucht werden dürfen - bis 2035 solle die sogenannte Neuversiegelung von Flächen auf Null abgesenkt werden.

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