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NRW

Nazi-Propaganda bei mutmaßlichem Wehrhahn-Bomber entdeckt

Prozesse

Freitag, 2. Februar 2018 - 12:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Beim mutmaßlichen Wehrhahn-Bombenleger ist bei Durchsuchungen Nazi-Propaganda entdeckt worden. Hakenkreuz-Abzeichen, „White Power“-Aufnäher und Abzeichen einer südafrikanischen Neonazi-Gruppe wurden dem Angeklagten am Freitag als sichergestellte Beweismittel vom Gericht präsentiert.

Der Schriftzug „S-Bahnhof Wehrhahn“ steht auf einem Schild. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Auch Angebote für rechtsextreme Musik von Gruppen wie Sturmwehr, Kraftschlag und Störkraft fanden sich bei ihm. Der 51-Jährige behauptete, bei den Abzeichen handele es sich um „Theatermaterial“. Leute hätten in seinem Militaria-Laden auch Sachen zum Verkauf auf Kommission abgegeben. Es wurden aber auch handschriftliche Zettel bei ihm gefunden: „Kommunist raus - wähl' deutsch“, „Ausweise mögen käuflich sein, Rasse und Stolz nicht“.

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Der Angeklagte bestreitet die Tat. Bei dem Bombenanschlag am 24. Juli 2000 waren zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib. Bei den Opfern handelt es sich um überwiegend jüdische Zuwanderer aus Osteuropa. Der Ex-Soldat steht wegen zwölffachen Mordversuchs vor Gericht. Ihm droht lebenslange Haft. Er soll die Tat aus Fremdenhass begangen haben.

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