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NRW

Neffen-Mord: Gericht scheint von Mordvorwurf nicht überzeugt

Prozesse

Montag, 2. Juli 2018 - 16:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Neuss. Im Prozess um einen mutmaßlichen Kindermord in Neuss könnte der Angeklagte einer lebenslangen Haftstrafe entgehen. Das Düsseldorfer Landgericht teilte am Montag mit, dass eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge ebenfalls in Betracht komme.

An seiner Täterschaft scheint das Gericht aber keine grundsätzlichen Zweifel zu haben. Der Angeklagte hatte im Prozess sein Geständnis widerrufen, sich als unschuldig bezeichnet und seine Ehefrau beschuldigt.

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Am Montag sagte der Bruder des Angeklagten aus - und handelte sich dabei ein Verfahren wegen des Verdachts der Falschaussage ein. Der Staatsanwalt zeigte sich überzeugt, dass der 37-Jährige absichtlich falsch zugunsten seines Bruders ausgesagt und dessen Frau belastet habe.

Der Bruder will die Frau des Angeklagten nach eigener Aussage „vor zwei bis drei Wochen an einer Bushaltestelle in Neuss“ zufällig und unbemerkt beim Eintippen einer verräterischen WhatsApp-Nachricht beobachtet haben. Das hält der Staatsanwalt für einen zu großen Zufall.

Die Anklage wirft dem Onkel des getöteten Elfjährigen vor, den Jungen im Badezimmer schwer misshandelt und in lebensbedrohlichem Zustand zurückgelassen zu haben. Erst als er ihn für tot hielt, habe er den Notruf gewählt.

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