NRW

Neubaur: NRW darf kein Spielball um Kanzlerschaft werden

Parteien

Sonntag, 15. November 2020 - 11:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Grünen-Vorsitzende Mona Neubaur hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Fahrlässigkeit im Kampf gegen das Coronavirus vorgeworfen. „Aus dem Prinzip Hoffnung von Armin Laschet muss endlich das Prinzip Vorsorge entstehen“, sagte Neubaur am Sonntag beim digitalen Kleinen Parteitag der NRW-Grünen. „Es ist fahrlässig, jetzt so zu tun, als wäre Nordrhein-Westfalen ein Spielball um die Bundeskanzlerschaft.“

NRW-Grünen-Vorsitzende Mona Neubaur spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Neubaur forderte zugleich, dass alle Bürger mit „Vernunft und Verantwortung dazu beitragen, dass wir möglichst schnell rauskommen aus der Krise“. Die Hoffnung in der Corona-Pandemie liege auch auf dem Impfstoff. Von der Politik sei nun eine Impfstrategie gefordert.

Grünen-Landtagsfraktionschefin Verena Schäffer warf der schwarz-gelben Landesregierung Planlosigkeit in der Corona-Krise vor. Sie habe den Sommer nicht genutzt, um das Land auf die zweite Welle vorzubereiten. Kinder und alte Menschen dürften nicht wieder die Leidtragenden der Corona-Krise wie zu Beginn der Pandemie sein.

In NRW ist besonders der reguläre Schulbetrieb angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen umstritten. SPD und Grüne fordern kleinere Gruppen und einen Wechsel von Präsenzunterricht und Homeschooling. Für die Landesregierung ist ein solches Modell nur das letzte Mittel, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind. Für Kritik sorgte auch, dass Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die Winterferien zwei Tage vorziehen ließ.

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