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NRW

Neuer Rettungshubschrauber schon über 300 Mal abgehoben

Katastrophenschutz

Dienstag, 3. Dezember 2019 - 09:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lrs Eßweiler/München. Der nach langer Debatte im pfälzischen Eßweiler stationierte Rettungshubschrauber ist seit dem Betriebsstart Anfang September schon über 300 Mal abgehoben. In den ersten drei Monaten seien es somit im Schnitt drei bis vier Einsätze pro Tag gewesen, teilte die ADAC Luftrettung in München am Dienstag mit. Die Mehrzahl der bislang 306 Einsätze sei in der Westpfalz gewesen, vor allem in den Kreisen Kusel, Kaiserslautern und dem Donnersbergkreis. Bis auf wenige Ausnahmen sei „Christoph 66“ mit seiner Basis auf dem Segelflugplatz Eßweiler nur in Rheinland-Pfalz unterwegs gewesen.

Ein Intensivtransport- und Rettungshubschrauber steht auf einem Hubschrauberlandeplatz. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Der Vertrag für den Betrieb der Maschine war am 2. September unterzeichnet worden. Das Vergabeverfahren hatte sich länger hingezogen, unter anderem weil ein Bewerber - die DRF Luftrettung - einen Antrag gegen gewisse Bedingungen der Ausschreibung gestellt hatte. Dieser war vom Verwaltungsgericht Mainz abgewiesen worden.

Vor dem Betriebsstart war in Sembach im Kreis Kaiserslautern eine Maschine der Johanniter Luftrettung im Einsatz gewesen, allerdings nur auf Basis einer Vereinbarung mit dem Westpfalz-Klinikum für Patiententransporte innerhalb des Krankenhausverbundes. Die Johanniter hatten stets betont, dass die Maschine immer wieder auch bei Rettungseinsätzen gefragt gewesen sei.

Beim ADAC-Hubschrauber sei es in 84 Prozent der Einsätze seit September um internistische Notfälle wie Herzkreislauferkrankungen, Unfälle, Schlaganfälle, Haus- oder Arbeitsunfälle gegangen, berichtete die ADAC Luftrettung. In 16 Prozent der Einsätze habe es sich um Verlegungsflüge von Patienten von einer in eine andere Klinik gehandelt. „Christoph 66“ ist der fünfte Rettungshubschrauber in Rheinland-Pfalz, neben Mainz, Koblenz, Wittlich und Ludwigshafen. Disponiert wird er von der Leitstelle Kaiserslautern.

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