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NRW

Neuer Zeuge soll im Wehrhahn-Prozess aussagen

Prozesse

Freitag, 8. Juni 2018 - 02:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im sogenannten Wehrhahn-Prozess soll ein Zeuge aussagen, der sich erst vor kurzem bei den Behörden gemeldet hat. Der Häftling behauptet, dass der Angeklagte ihm den Bombenanschlag auf Zuwanderer gestanden habe.

Der Schriftzug „Wehrhahn“ steht auf einem Schild an der S-Bahn-Haltestelle. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Nach der Freilassung des Angeklagten im Düsseldorfer Wehrhahn-Prozess hat sich ein neuer Zeuge bei den Behörden gemeldet. Er soll heute vor dem Landgericht aussagen. Der Mann behauptet, dass ihm der mutmaßliche rechtsradikale Bombenleger die Tat in der Untersuchungshaft gestanden habe.

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Das Landgericht hatte den 51 Jahre alten Angeklagten nach mehr als einem Jahr Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt, weil aus Sicht des Gerichts kein dringender Tatverdacht mehr besteht.

Bei dem Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen aus einer zwölfköpfigen Gruppe verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib. Bei den Opfern handelt es sich um Zuwanderer aus Osteuropa, viele von ihnen jüdischen Glaubens. Die Staatsanwaltschaft hatte den 51-Jährigen wegen zwölffachen Mordversuchs aus Fremdenhass angeklagt. Er bestreitet die Tat.

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