NRW

Niedergermanischer Limes Weg zum Welterbe: Unesco am Zug

Archäologie

Donnerstag, 9. Januar 2020 - 15:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Paris/Düsseldorf. Der Niedergermanische Limes ist auf dem Weg zum Weltkulturerbe vorangekommen: Der Antrag auf Aufnahme der antiken römischen Grenze im Rheinland in das Welterbe sei am Donnerstag bei der Unesco in Paris eingereicht worden, teilte das NRW-Bauministerium in Düsseldorf mit. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen könnte im Juli 2021 darüber entscheiden. Offiziell wurde der Antrag von den Niederlanden übergeben. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind angeschlossen.

Niedergermanischer Limes der Römer. Foto: Marcel Kusch/dpa

Der 385 Kilometer lange Abschnitt zwischen Bad Breisig südlich von Bonn und der Nordsee bei Katwijk in den Niederlanden entspricht dem antiken Verlauf des Rheines und wird deshalb auch „nasser Limes“ genannt. Vor rund 2000 Jahren war der Fluss Teil der Grenze des Römischen Reichs. Es gab Militärlager für Soldaten und Reiter. Überreste und Fundamente sind als Bodendenkmäler registriert. Bis zu 30 000 Soldaten hatten die Römer zeitweise stationiert.

Der Niedergermanische Limes würde eine Lücke schließen zwischen bereits unter Unesco-Schutz stehen Grenzanlagen. Es sind der Obergermanisch-Raetische Limes südlich von Bonn sowie der Hadrianswall und ein weiterer in Großbritannien.


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