NRW

Niedersachsen und Westfalen üben Schweinepest-Ernstfall

Agrar

Donnerstag, 8. November 2018 - 06:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lni Osnabrück/Steinfurt. Um sich gegen einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest zu wappnen, haben die Landkreise Osnabrück und Steinfurt (NRW) die Zusammenarbeit im Krisenfall geübt. Im Landkreis Osnabrück wurde in der Nähe der Landes- und Kreisgrenze auf einem früheren Militärgelände ein totes Wildschwein ausgelegt. Dabei nahmen die Beteiligten an, dass das Tier infiziert sei.

Getestet worden sei das Zusammenspiel der verschiedenen Behörden in einem solchen Fall, auch mit der Kreisverwaltung und der Polizeibehörde im Nachbarland, sagte der Sprecher des Landkreises, Burkhard Riepenhoff: „Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat das sehr gut geklappt.“ Neben der Koordination einzelner Behörden hätten die Einsatzkräfte auch den Ernstfall vor Ort getestet. Am Freitag wollen die Behörden eine Bilanz der gemeinsamen Übung ziehen.

Unter anderem sei eine Software des Friedrich-Loeffler-Instituts getestet worden, mit der der Umfang von Sperrgebieten definiert wird, sagte Riepenhoff. Der Landkreis Osnabrück nahm die Übung zum Anlass, erstmals ein neues Krisenzentrum in Bersenbrück zu testen.

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Belgien im September sind Behörden und Landwirte in großer Alarmbereitschaft, weil damit die Gefahr einer Ausbreitung nach Deutschland stark gestiegen ist. In Osteuropa, etwa in Polen, gibt es sie schon länger. Die Viruserkrankung ist für Menschen ungefährlich. Schweinehalter befürchten aber schwerwiegende wirtschaftliche Folgen, weil es bei einem Ausbruch Handelsrestriktionen gebe. „Es ist eigentlich nicht eine Frage, ob sie kommt, sondern wann sie kommt“, sagte Riepenhoff.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.