Nötigungsprozess gegen Sozialpädagogin geht weiter

dpa/lnw Krefeld. Schauplatz Kinderheim: Dort soll eine Sozialpädagogin einen minderjährigen Flüchtling aus Afrika zum Sex gezwungen haben. Die Angeklagte gibt vor Gericht an, sie habe sich in den damals 16-Jährigen verliebt. Alles sei einvernehmlich geschehen.

Nötigungsprozess gegen Sozialpädagogin geht weiter

Blick auf das Land- und Amtsgericht in Krefeld. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Vor dem Amtsgericht Krefeld geht heute der Prozess gegen eine Sozialpädagogin weiter, der sexueller Missbrauch und sexuelle Nötigung eines minderjährigen Flüchtlings vorgeworfen wird. Sie soll dem zur Tatzeit 16-jährigen Afrikaner mit einer Ausweisung gedroht und ihn zum Sex gezwungen haben. Das Strafmaß im Fall einer Verurteilung liegt zwischen drei Monaten und fünf Jahren Haft.

Die 27-Jährige war als Sozialpädagogin in einem Kinderheim in Kempen beschäftigt. Sie hatte zu Prozessbeginn sexuelle Kontakte zu dem Jugendlichen aus Guinea gestanden. Beide seien mit Sex einverstanden gewesen. Sie habe sich in den Jugendlichen verliebt und mit ihm unerlaubt eine Beziehung gehabt.

Der junge Flüchtling war am ersten Prozesstag nicht aufgetaucht. Das mutmaßliche Opfer war zuletzt nicht auffindbar. Am Dienstag will das Gericht Zeugen befragen. Möglicherweise könnte das Urteil gesprochen werden.