Nur 45 neue Windräder - NRW bundesweit auf Platz drei

dpa/lnw Berlin. In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr nur noch 45 neue Windräder mit einer Leistung von zusammen 151 Megawatt in Betrieb gegangen. Das ist nach Zahlen des Bundesverbands Windenergie (BWE) und der VDMA Power Systems der geringste Zubau seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Auf dem Höhepunkt des Windkraftausbau im Jahr 2017 waren in NRW Anlagen mit einer Gesamtleistung von 870 Megawatt angeschaltet worden.

Nur 45 neue Windräder - NRW bundesweit auf Platz drei

Zum Sonnenaufgang leuchtet der Morgenhimmel farbenprächtig hinter einem Windenergiepark. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archivbild

Insgesamt gibt es den Zahlen zufolge in NRW derzeit knapp 3800 Windkraftanlagen mit einer Leistung von etwa 6000 Megawatt. Zum Vergleich: Das umstrittene Steinkohlekraftwerk in Datteln hat eine Leistung von 1100 Megawatt.

Die Ausbaukrise bei der Windkraft an Land hat sich im vergangenen Jahr bundesweit verschärft. BWE-Präsident Hermann Albers sprach in Berlin von einem „dramatischen Einbruch“. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Zubau von Windrädern im Jahr 2019 bundesweit um 55 Prozent zurück. Spitzenreiter war Brandenburg mit 73 neuen Anlagen, gefolgt von Niedersachsen (51) und Nordrhein-Westfalen (45). Im flächenmäßig größten Bundesland Bayern waren es nur sechs neue Anlagen.