NRW

OVG macht Vergleichsvorschlag im Streit um Hambacher Forst

Demonstrationen

Freitag, 1. Dezember 2017 - 16:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Im Streit um die Rodung des Hambacher Waldes für den Braunkohletagebau hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster den Beteiligten einen Vergleichsvorschlag unterbreitet. Er sieht vor, dass der Tagebaubetreiber RWE Power bis zum 31. Dezember keine weiteren Abholzungen und Rodungen in dem fraglichen Gebiet unternimmt, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Zugleich solle das Land einen Sachverständigengutachten einholen, in dem geklärt wird, ob die Fläche die Kriterien für ein besonders geschütztes Fauna-Flora-Habitat-Areal (FFH) erfüllt. Der Vergleichsvorschlag kann bis zum 15. Dezember angenommen werden.

Oberverwaltungsgerichtes in Münster. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Seit langem wird um den Hambacher Wald gestritten. In den vergangenen Wochen und Monaten war es immer wieder zu gewaltsamen Protesten gekommen. RWE Power hält die Rodungen für den Fortführung des Tagebaus für unerlässlich.

Das OVG hat die Abholzungen vorerst untersagt - nach einer Beschwerde des Umweltverbands BUND gegen einen Kölner Gerichtsbeschluss, der nur für einen kleineren Teil des Waldes einstweiligen Rechtsschutz gewährt hatte.


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