NRW

Obdachlose: Kampieren unter freiem Himmel kann teuer werden

Kommunen

Dienstag, 20. Februar 2018 - 15:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dortmund. „Kampieren unter freiem Himmel verboten“: Obdachlose müssen in Dortmund mit einem Verwarngeld von 20 Euro oder mehr rechnen, wenn sie in der Innenstadt unter freiem Himmel schlafen.

Ein Obdachloser schläft auf einer Parkbank. Foto: Soeren Stache/Archiv

Im vergangenen Jahr habe es 407 Verstöße gegen „Lagern, Kampieren und Übernachten auf öffentlichen Plätzen“ gegeben, sagte ein Stadtsprecher den „Ruhr Nachrichten“ (Dienstag). Verwarngelder würden aber sehr selten eingesetzt, betonte Stadtsprecher Maximilian Löchter am Dienstag. Sie würden nur ausgesprochen, wenn Obdachlose trotz Ermahnung immer wieder an den Platz zurückkehrten oder es Beschwerden gebe.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes erklärten den Obdachlosen zunächst, wo sie übernachten können. Die gesetzlichen Grundlagen für Verwarnungen seien für die Kommunen gleich.

Die Zeitung hatte über einen Fall aus dem vergangenen Herbst berichtet. Ein Betroffener sei zu einem Gast-Haus für Obdachlose gekommen und habe über ein Knöllchen geklagt. Er sollte innerhalb von sieben Tagen bezahlen, sonst drohe ein Bußgeldverfahren. Der Mann habe vor einem Kiosk geschlafen und sei von Mitarbeitern des Ordnungsamtes geweckt worden.

Ingrid Bergmann 20.02.201823:42 Uhr

ich frage mich, wo Obdachlose schlafen dürfen, wenn sie Hunde haben?


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