NRW

Oberverwaltungsgericht verhandelt über Pipeline im Rheinland

Justiz

Mittwoch, 19. August 2020 - 03:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Das Oberverwaltungsgericht in Münster verhandelt von diesem Mittwoch (10.00 Uhr) an über eine seit vielen Jahren heftig umstrittene Pipeline, die giftiges Kohlenmonoxid durch Teile des Rheinlands leiten soll. Anwohner, deren Grundstücke für die im Boden verlegten Rohre genutzt wurden, wollen vor Gericht verhindern, dass die Leitung in Betrieb genommen wird. Sie fürchten, dass bei einem Bruch der Rohre das geruchlose Gas austritt und dann Lebensgefahr für die Menschen an der Trasse besteht.

Aussenfassade des Oberverwaltungsgerichtes Münster. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Die 67 Kilometer lange Pipeline, die zwischen den Werken Dormagen und Krefeld des Chemiekonzerns Covestro verläuft, ist seit dem Jahr 2009 weitgehend fertig gebaut. Wegen des langjährigen Rechtsstreits, der auch schon das Bundesverfassungsgericht beschäftigt hat, darf aber bisher kein Gas fließen. Das Oberverwaltungsgericht soll jetzt entscheiden, ob Covestro die Leitung nutzen darf oder ob das Projekt gestoppt werden muss. 110 000 Bürger hatten mit ihrer Unterschrift gegen den Bau der von ihnen als „Giftgas“-Pipeline bezeichneten Rohrleitung protestiert.

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