NRW

Öffentlichkeit im Prozess um Amoklage ausgeschlossen

Freitag, 2. Dezember 2022 - 17:02 Uhr

von dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Der 21-Jährige muss sich vor dem Amtsgericht wegen neunfacher gefährlicher Körperverletzung von Schülern und Lehrern sowie Nötigung, Bedrohung, der Androhung von Straftaten und Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Er soll laut Anklage im Juni 2022 mehrfach auf die Tür zum Lehrerzimmer geschossen haben.

Über seinen Anwalt gab der Angeklagte am ersten Verhandlungstag eine Erklärung ab und legte darin ein Teilgeständnis ab. Nach Angabe des Gerichtssprechers räumte der 21-Jährige demnach die Vorwürfe ein und gab die Schüsse aus großer Distanz zu. Er wollte aber nach den Worten seines Verteidigers keine Menschen verletzen.

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Geplant hatte der Mann laut Anklage einen Amoklauf, den er zuvor auch im Internet angekündigt hatte. Ein Lehrer alarmierte die Polizei, die mit einem Großaufgebot anrückte, später kamen Spezialkräfte hinzu. Verletzt wurde nach früheren Angaben der Polizei niemand.

Der Mann flüchtete auf ein Flachdach, wo er überwältigt wurde. Ein Richter wies ihn in eine geschlossene Psychiatrie ein. Bei der Durchsuchung des Schulgebäudes wurden Molotowcocktails, ein Dolch, ein Messer und zwei Schreckschusswaffen entdeckt.

Das Amtsgericht Bielefeld hat bis zum 16. Dezember zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Die Anklage geht von verminderter Schuldfähigkeit aus.


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Die Leiche eines vermissten 81-Jährigen ist in Krefeld bei Grünarbeiten in einem Gebüsch entdeckt worden. Der Vermisste sei anhand von persönlichen Dokumenten, die er bei sich trug, noch vor Ort identifiziert worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der dringend auf Medikamente angewiesene Mann war vor gut einer Woche verschwunden. Die Polizei hatte mit mehreren Spürhunden vergeblich nach ihm gesucht. Er war herz- und demenzkrank. Die Todesursache soll noch ermittelt werden.