NRW

Opfer nach 23 Jahren identifiziert: Polizei stellt Fall vor

Kriminalität

Mittwoch, 2. September 2020 - 03:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Im Mordfall „Sandkuhle“ gab es 23 Jahre lang keinen Durchbruch. Das Opfer konnte nicht identifiziert werden. Doch ein neues Phantombild brachte die Ermittlungen weiter. Der Mann, der 1996 am Niederrhein tot in einer Kiesgrube entdeckt wurde, kam aus der Region Aachen.

Nach "Aktenzeichen XY": Mordopfer nach 23 Jahren identifiziert. Foto: LKA NRW/dpa/Archivbild

In einem 23 Jahre alten Mordfall hat die Polizei in Krefeld die Identität des Opfers aufgeklärt. Am heutigen Mittwoch stellt die Polizei den Fall in Aachen vor. In der Region lebte nach bisherigen Erkenntnissen seinerzeit das Opfer. Der erschlagene Mann war am 8. Dezember 1996 in Rheurdt im Kreis Kleve in einer stillgelegten Kiesgrube entdeckt worden.

Seinerzeit wurde angenommen, dass das Mordopfer aus Polen oder einem anderen osteuropäischen Land stammen könnte. In der von Garten- und Landschaftsbau geprägten Region arbeiten viele Erntehelfer. Durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“, in der neue Phantombilder des Toten gezeigt wurden, kam vor einem Jahr der entscheidende Hinweis im Mordfall „Sandkuhle“. Er führte nach Aachen.

„Die Ermittler erhoffen sich nunmehr Hinweise auf das Umfeld des Getöteten im Raum Aachen im Jahr 1996“, erklärte die Polizei in Krefeld. Der Fall wird deshalb in Aachen vorgestellt, rund 90 Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt.

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