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NRW

Opfer nach Säureanschlag in Haan aus Krankenhaus entlassen

Kriminalität

Donnerstag, 29. März 2018 - 10:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Haan. Nach dem Säureanschlag auf den Finanzvorstand der RWE-Tochter Innogy in Haan vor dreieinhalb Wochen hat der Manager das Krankenhaus verlassen können. Er sei von den Ärzten entlassen worden und wieder zu Hause, sagte die Wuppertaler Staatsanwältin Dorothea Tumeltshammer am Donnerstag. Zum Gesundheitszustand machten die Ermittler keine Angaben. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Bernhard Günther, Finanzvorstand des Ökostrom-Konzerns Innogy. Foto: Ina Fassbender/Archiv

Der 51-Jährige soll nun noch einmal ausführlich befragt werden. „Wir gehen aber nicht davon aus, dass er zu Tätern oder Tathergang konkretere Angaben machen kann“, sagte Tumeltshammer. Das Opfer habe die Täter nur grob beschreiben können. Zudem habe es im Vorfeld keine Drohung gegen ihn gegeben. „Wir ermitteln weiter in alle Richtungen.“

Der Innogy-Finanzchef Bernhard Günther war Anfang März beim Brötchenholen von zwei Unbekannten von hinten angegriffen, zu Boden geworfen und mit Säure überschüttet worden. Der 51-Jährige hatte schwerste Verletzungen erlitten und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Die Tat wurde als versuchter Mord eingestuft.

Günther war bereits vor sechs Jahren überfallen worden. Damals wurde er beim Joggen zusammengeschlagen. Die Tat geschah ebenfalls an einem Sonntagmorgen auf einem abgeschiedenen Fußweg. Sie konnte nicht aufgeklärt werden.

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