NRW

Opfer verfolgt mutmaßliche Spendenbetrüger: Verkehrsunfall

Kriminalität

Donnerstag, 20. Februar 2020 - 16:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Paderborn. Als sich eine angeblich gehörlose und stumme Bettlerin plötzlich mit einer anderen vermeintlich „Taubstummen“ unterhielt, wurde ein Mann in Paderborn stutzig: Er verfolgte die Spendensammlerinnen in einem Auto, bis sie von einem Unfall gestoppt wurden und die Wahrheit ans Licht kam.

Blaulichter leuchten auf einem Streifenwagen der Polizei. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag hatten die beiden Frauen (18/21) auf einem Supermarktparkplatz mit Zetteln gebettelt. Der Zeuge (50) glaubte laut Polizei, dass sie wirklich weder hören noch sprechen könnten - und gab einer der Frauen einen Schein. Als die Spendensammlerinnen sich dann unterhielten, „schöpfte der Zeuge Betrugsverdacht und verständigte die Polizei“, so die Behörde am Donnerstag.

Die Frauen stiegen in ein Auto und fuhren davon, der Zeuge nahm die Verfolgung auf. Das merkte der Fahrer der Spendensammlerinnen - und gab Gas. Er überholte eine Fahrzeugschlange und kollidierte mit einem abbiegenden Auto. Dabei entstand ein Sachschaden von etwa 7000 Euro.

Als die Polizei am Unfallort eintraf, kam heraus, dass die Frauen tatsächlich weder gehörlos noch stumm waren. Sie waren laut Polizei bereits wegen ähnlicher Spenden-Betrugsfälle bekannt. Nun werde erneut gegen sie ermittelt. Der 22-jährige Fahrer kassierte eine Anzeige wegen Verkehrsgefährdung.

Ingrid Bergmann 20.02.202022:39 Uhr

Das gleiche habe ich vor vielen Jahren in einer anderen erlebt, allerdings ohne einen Unfall. Ich glaube nicht mehr, dass wirklich eine dieser Frauen gehörlos ist. Damals haben sich die Frauen auch später miteinander unterhalten.


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