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NRW

Organisierte Kriminalität: Polizei schöpft Millionen ab

Kriminalität

Freitag, 20. September 2019 - 06:16 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Rocker, Mafia, Clans: In NRW tummeln sich verschiedenste Täter im Bereich der Organisierten Kriminalität. Die Polizei setzt auf verdeckte Ermittler und Finanz-Spezialisten - um zig Millionen Euro sicher zu stellen.

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/Archivbild

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat 2018 im Bereich der Organisierten Kriminalität 21,7 Millionen Euro beschlagnahmt. Das ist ein Plus von 17 Millionen Euro im Vergleich zu 2017. Hintergrund waren unter anderem die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen Spielhallenbetreiber, wo alleine 10,2 Millionen Euro abgeschöpft wurden. Diese Zahlen veröffentlichte das Landeskriminalamt jetzt im neuen „Lagebild Organisierte Kriminalität“.

Wie aus dem Papier hervor geht, nahmen die Zahlen der „OK“-Verfahren (77) und Tatverdächtigen (1222) im Vergleich zu 2017 ab. Der „Tatertrag“ nahm allerdings gewaltig zu: Von 26,5 Millionen Euro in 2017 auf 188,5 Millionen Euro in 2018. Die Zahl bezieht sich nur auf 64 Prozent der Verfahren, beim Rest konnte der Ertrag der Verbrecher nicht berechnet werden.

In fast allen Verfahren setzte die Polizei laut LKA speziell ausgebildete Finanzermittler ein, um „illegal erlangte Vermögenswerte aufzuspüren und Geldwäschehandlungen zu erkennen“. In 1136 Fällen wurden auch Telefone abgehört. In neun Verfahren kamen verdeckte Ermittler zum Einsatz. Im Visier der „OK“-Ermittler: Clans, Mitglieder der italienischen Mafia, Rocker und albanische Tätergruppen.

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