NRW

Osterferien: Beeinträchtigungen für NRW-Bahnkunden

Bahn

Mittwoch, 16. März 2022 - 13:26 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Essen. In der pendlerarmen Zeit der Osterferien plant die Deutschen Bahn (DB) in Nordrhein-Westfalen erhebliche Neubau- und Sanierungsarbeiten. Vom 8. April (23.00 Uhr) bis 22. April (21.00 Uhr) gelten im NRW-Bahnverkehr umfangreiche Fahrplanänderungen, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch mit. In diesem Zeitraum müssen sich Bahn-Reisende vor allem im Regionalverkehr des Ruhrgebiets und Rheinlands auf zahlreiche Beeinträchtigungen wie Verspätungen, Umleitungen und Zugausfälle in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Essen und Bochum einstellen. Für zahlreichen Strecken richtet die Bahn in dieser Zeit Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.

Ein Mann sitzt an einem Bahnhof vor einem Regionalzug auf der Bank. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

Vom 8. April an beginnt die Bahn mit der Erneuerung von sieben Weichen und rund zehn Kilometern Schienen und Gleisen. Etwa 4800 Schwellen müssen gelegt, mehr als 8000 Tonnen Schotter verteilt werden. Allein dies kostet nach Bahn-Angaben rund 4,8 Millionen Euro.

Darüber hinaus starten Bohrpfahlarbeiten am nördlichen Teil der Ruhrkanalbrücke in Duisburg. Für zwei Widerlager der neuen Brücke werden 24 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,50 Metern in den Boden getrieben. Außerdem wird an Oberleitungen und Strommasten gearbeitet. Schon jetzt laufen die Bauarbeiten, damit die neue Brücke im Sommer 2023 eingebaut werden kann. In den zurückliegenden Jahren waren bereits die beiden südlichen Brücken erneuert worden.

Über die umfangreichen Fahrplanänderungen informieren die DB in Abstimmung mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) DB Regio NRW, Nordwest-Bahn, Eurobahn, VIAS und National Express ihre Fahrgäste etwa mit Plakaten, Aushängen, Handzetteln, in ihren Online-Auskunftssystemen und Apps sowie auf den Websites. Man sei bestrebt, die Auswirkungen auf die Fahrgäste „so gering wie möglich zu halten“, hieß es bei der Bahn.

Nach Angaben von Bahnsprecher Dirk Pohlmann will das Unternehmen im laufenden Jahr 2022 allein in NRW rund zwei Milliarden Euro ins Schienen- und Gleisnetz investieren. 310 Kilometer neue Gleise sollen entstehen, 400 Weichen und 21 Brücken gebaut, saniert oder modernisiert werden. Vieles ist in die Jahre gekommen und marode. „Eine starke Infrastruktur und die kontinuierliche Erneuerung von Brücken und Gleisen ist die Grundlage für ein attraktives Verkehrsangebot für alle Bahnreisenden. Leider lassen sich Beeinträchtigungen für unsere Reisenden nicht vermeiden“, erläuterte am Mittwoch Norbert Strathmann, Leiter Anlagen- und Instandhaltungsmanagement DB Netz Duisburg.

© dpa-infocom, dpa:220316-99-543501/2

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