NRW

Parteien planen digitalen Wahlkampf: AfD setzt auf Präsenz

Parteien

Sonntag, 19. Dezember 2021 - 09:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Fünf Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen planen die Parteien ihren Wahlkampf, der durch die Corona-Pandemie wohl besonders auf digitalen Plattformen stattfinden wird. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Erste Online-Formate laufen schon. Nur die AfD setzt vor allem auf persönlichen Kontakt.

So fragte die CDU seit Anfang November im Internet, wo in NRW der Schuh drückt. Die Aktion endete am Freitag mit einem Online-Talk mit Ministerpräsident und CDU-Landeschef Hendrik Wüst. Die CDU betont, dass die Anregungen in das Wahlprogramm einfließen sollen. Als Werbeagentur hat die CDU wie beim vorherigen Landtagswahlkampf „Brand Lounge“ verpflichtet. „Ein bewährtes Team, das neue, frische Ideen einbringen wird“, sagte Wahlkampfleiter Thomas Breuer.

Bei der SPD haben - wie auch bei der CDU - schon erste Fotoshootings stattgefunden. Die Sozialdemokraten setzen auf ihre Stamm-Werbeagentur „Butter“ und eine Kampagne, die sich auf Zukunft und Fortschritt konzentriert. Durch die Pandemie suche man nach „kreativen Lösungen“ für den Wahlkampf, so ein Sprecher. Vieles werde digital stattfinden, aber auch auf der Straße wolle man sein.

Ein Sprecher der Grünen sagte: „Derzeit befinden wir uns gemeinsam mit unserer Agentur TBWA in den letzten Konkretisierungen unserer Plakatlinie, unserer Radio- und TV-Spots sowie unserer Social Media- und Digital-Strategie. Anfang kommenden Jahres werden wir erste Kampagnen-Elemente der Öffentlichkeit präsentieren.“ Das Wahlprogramm sei gerade bei nur einer Gegenstimme beschlossen worden.

Die FDP will im Januar über ihr Wahlprogramm abstimmen. „Darüber wollen wir dann mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen“, so ein Parteisprecher. „Hierzu entwickeln wir verschiedene Formate, damit wir je nach Pandemielage angemessen reagieren und in den Austausch mit dem Menschen in Nordrhein-Westfalen, wie wir unser Land weiter voranbringen wollen, gehen können.“

Die AfD setzt - im Gegensatz zu den anderen Parteien - vor allem auf Präsenztermine. „Unter 3G-Regeln. Bei 2G sind wir vorsichtig, weil wir keine Personen ausgrenzen wollen“, sagte eine Sprecherin. Digitale Formate schließe man nicht aus, aber bei den Mitgliedern gebe es vor allem den Wunsch nach echten Treffen. Zurzeit sei man in Verhandlungen mit einer Werbeagentur, so die Sprecherin.

© dpa-infocom, dpa:211219-99-439096/2

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