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Patientenschützer: Impfkampagne droht Rückschlag um Monate

Gesundheit

Dienstag, 16. März 2021 - 12:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Dortmund. Mit dem vorläufigen Impfstopp beim Präparat von Astrazeneca droht Deutschland nach Ansicht von Patientenschützern, um Monate beim Erreichen der gesteckten Impfziele zurückgeworfen zu werden. Das betreffe nicht nur die jetzt fehlenden Impfstoffmengen, die vorerst nicht für die Bevölkerung zur Verfügung stünden, sondern insbesondere auch das Vertrauen in die großangelegte Impfaktion von Bund und Bundesländern. „Vertrauen ist ein scheues Reh. Das ist der Schaden. Und der Schaden ist sehr, sehr groß“, sagte Vorstand Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz am Dienstag.

Er warf der Bundesregierung vor, die Impfkampagne von Anfang an zu engstirnig zu führen und Kritiker nicht ins Boot zu holen, weil man sie aus Berliner Sicht ansonsten noch „adeln“ würde. So komme eine solche „180-Grad-Wendung“ wie am Montag mit dem vorläufigen Impfstopp bei Astrazeneca zustande, wenn alles als alternativlos dargestellt werde. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe dabei wieder eine Chance verpasst, bei der Kommunikation das Ruder herumzureißen. Auch der Impfstoff von Biontech/Pfizer könne entgegen der „Legende“ in die Fläche gebracht werden. Dafür gebe es bereits mehrere Beispiele.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-844212/2

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