NRW

Patientenschützer: Laschet will „Impfreihenfolge zerlegen“

Verbände

Sonntag, 11. April 2021 - 14:03 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Dortmund. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet zu einer Aufhebung der Impfpriorisierung scharf kritisiert. Laschet wolle die „ethische Impfreihenfolge zerlegen“, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Dabei sollte doch die Priorisierung garantieren, dass zunächst die Schwächsten als erstes geschützt werden.“

Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Foto: -/Deutsche Stiftung Patientenschutz/dpa/Archivbild

Schließlich - so Brysch - seien 90 Prozent der Corona-Toten älter als 70 Jahre. „Doch der Ministerpräsident hat es in seinem Bundesland nicht geschafft, allen 80-Jährigen im ersten Quartal ein Impfangebot zu machen“, so der Patientenschützer.

Laschet hatte angesichts steigender Impfstofflieferungen der „Bild am Sonntag“ gesagt: „Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit.“

© dpa-infocom, dpa:210411-99-161218/2

Ihr Kommentar zum Thema

Patientenschützer: Laschet will „Impfreihenfolge zerlegen“

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha