Pfeiffer-Poensgen: Kultursicherung nicht aus Hüfte schießen

dpa Berlin/Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen will gemeinsam mit den Ländern die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern verbessern. „Eine Lehre aus Corona ist für mich: Das darf uns so nie wieder passieren, dass man quasi aus der Hüfte geschossen Unterstützungsprogramme entwickeln muss“, sagte die künftige Vorsitzende der Kulturministerkonferenz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Pfeiffer-Poensgen: Kultursicherung nicht aus Hüfte schießen

Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) spricht. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

„Wir haben uns schon längere Zeit das große Thema der sozialen Absicherung von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern vorgenommen“, sagte die Ministerin. „Denn diese haben unter der Pandemie am meisten gelitten, weil ihnen praktisch über Nacht alle Aufträge weggebrochen sind.“

Pfeiffer-Poensgen kündigte an, dies zum Schwerpunkt ihres Vorsitzes zu machen. „Wir wollen dazu beitragen, dass Künstler auch mal in eine Versicherung einzahlen oder Rücklagen bilden können, um eine kürzere Durststrecke zu überwinden.“ Sie gehe von einem überparteilichen Willen aus, „die soziale Situation der Künstlerinnen und Künstler wirklich zu verbessern“.

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