NRW

Pinkwart: Belgien hält an Atommeilern fest

Energie

Mittwoch, 28. Februar 2018 - 18:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Brüssel. Belgien hält laut NRW-Landesregierung an seinen Atommeilern trotz anhaltender Kritik fest. Belgiens Innenminister Jan Jambon und Energieministerin Marie-Christine Marghem hätten jedoch versichert, dass die umstrittenen Reaktorblöcke Tihange 2 und Doel 3 in den Jahren 2022 beziehungsweise 2023 vom Netz gehen sollten, sagte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch nach Gesprächen in Brüssel.

Die anderen fünf belgischen Reaktoren sollten dann 2025 abgeschaltet werden. Bei Bedarf könnten zwei der jüngeren Reaktoren Jambon zufolge jedoch noch länger laufen, sagte Pinkwart. „Unser Ziel war, deutlich zu machen, dass wir einen möglichst frühen Ausstieg aus der Kernenergie für notwendig erachten.“ Jambon habe betont, dass nur Reaktorblöcke am Netz bleiben, die auch sicher sind.

Vor allem in der Aachener Region ist die Sorge vor einem Atomunfall in Belgien groß. Politiker und Kommunen fordern schon lange die vorzeitige Abschaltung der besonders umstrittenen Meiler Tihange 2 und Doel 3 und strengten bereits mehrere Klagen an. Anfang der Woche sprach sich auch der Stadtrat von Lüttich dafür aus.

Pinkwart betonte am Mittwoch die gute Atmosphäre der Gespräche. Man habe sich unter anderem auf einen besseren Austausch zwischen der belgischen Regierung und der NRW-Landesregierung verständigt. „Es wird weiterer Gespräche bedürfen.“


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