NRW

Politische Straftaten in NRW gestiegen: „Mitte in Gefahr“

Extremismus

Dienstag, 22. Juni 2021 - 12:26 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die politische Kriminalität hat in Nordrhein-Westfalen nach vier Jahren Rückgang erstmals wieder zugenommen. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten stieg im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 6540. Im Vorjahr waren es noch 6030 Straftaten.

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Vorstellung des neuen NRW-Verfassungsschutzberichts am Dienstag in Düsseldorf mit. Als Ursache nannten die Sicherheitsbehörden die Kommunalwahlen im vergangenen Jahr sowie die Corona-Pandemie. Reul sprach von einer „Gefahr für die Mitte“. Die Corona-Krise sei ein Stresstest für die gesellschaftliche Mitte. „Die Strategien, die Mitte anzugreifen, werden immer perfider“, sagte er.

Rückläufig war dagegen die politisch motivierte Gewalt in Nordrhein-Westfalen. Die Gewalttaten sanken 2020 auf 331 Fälle - nach 427 im Vorjahr - auf ein neues Zehn-Jahres-Tief. Damit wies NRW einen entgegengesetzten Trend zum Bundesgebiet auf. Bundesweit war ein starker Anstieg der politisch motivierten Gewalt registriert worden.

© dpa-infocom, dpa:210622-99-94733/2

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