Polizei: Geldautomaten-Sprengungen wegen Corona-Krise hoch

dpa/lnw Düsseldorf/Bonn. Die sprunghaft gestiegene Zahl der Geldautomaten-Sprengungen in Nordrhein-Westfalen hat nach Ansicht der Polizei mit der Corona-Krise zu tun. Weil die Grenzen nach Belgien und Frankreich geschlossen sind, wichen die in den Niederlanden wohnenden Täter nach Nordrhein-Westfalen aus, berichtete ein Sprecher des Landeskriminalamts NRW am Mittwoch auf dpa-Anfrage.

Polizei: Geldautomaten-Sprengungen wegen Corona-Krise hoch

Ein Blaulicht leuchtet an einem Streifenwagen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Fast täglich werden derzeit Geldautomaten in NRW in die Luft gejagt. Die Zahl der Attacken hat sich in diesem Jahr im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres bislang weit mehr als verdoppelt.

Die Ermittler der LKA-Sonderkommission „Heat“ gehen davon aus, dass viele der Explosionen auf das Konto einer Täterszene gehen, die in den Vororten von Utrecht und Amsterdam in den Niederlanden lebt.

Allein am vergangenen Wochenende hatten Unbekannte in Mönchengladbach, Bochum und Meerbusch Geldautomaten in die Luft fliegen lassen. Am kommenden Freitag stehen sechs Niederländer im Alter von 20 bis 24 Jahren wegen einer Serie gesprengter Geldautomaten in Düsseldorf vor Gericht.