Polizei: Positives Echo auf Respekt-Videokampagne

dpa/lnw Dortmund. Eine Videokampagne für mehr Respekt gegenüber Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei ist ihren Entwicklern zufolge auf positive Resonanz gestoßen. Mitarbeiter hätten im Rahmen einer bundesweiten Initiative der Dortmunder Polizei und Feuerwehr in rund 50 Clips aus ihrem Einsatzalltag gezeigt, berichtete die Polizei am Mittwoch parallel zu einer Präsentation im Medienzentrum von Borussia Dortmund. Es gehe etwa darum, dass Retter nach einem Unfall bei der Bergung Verletzter von Gaffern gefilmt oder Polizisten im Einsatz attackiert werden.

Die Clips seien schon kurz nach dem Start mehr als 550 000 Mal aufgerufen worden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Innenminister Herbert Reul (beide CDU) unterstützten die Kampagne mit Video-Botschaften. Auch wegen des großen Echos bundesweit solle die Initiative nicht mit der Veröffentlichung der Videos im Internet enden, hieß es bei Feuerwehr und Polizei. Die Kampagne „Respekt?! Ja bitte!“ fordere auch zu öffentlichem Widerspruch auf, wenn Retter bedrängt oder bedroht würden. Alle Bürger seien gefragt.

Attacken gegen Einsatzkräfte haben demnach in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Allein in Dortmund kam es von Januar bis September 2019 zu 563 Fällen von „Widerstand gegen und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“.