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NRW

Polizei will Randale bei BVB gegen Leipzig verhindern

Fußball

Mittwoch, 11. Oktober 2017 - 16:03 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dortmund. Mit einem Großaufgebot will die Dortmunder Polizei erneute Ausschreitungen beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig verhindern. Um am Samstag Gewalttätigkeiten zu verhindern, seien mehr als doppelt so viele Polizisten im Einsatz wie bei der Begegnung im Februar, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Damals waren Anhänger der Gästemannschaft unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Auf der Südtribüne des Stadions wurden diffamierende Spruchbänder gegen den Leipziger Verein gezeigt.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Eine Ermittlungskommission der Dortmunder Polizei hat in den vergangenen Monaten versucht, die Straftaten vom 4. Februar aufzuklären. Die Ermittlungen seien in 168 Strafverfahren gemündet, teilte die Behörde mit. Dafür seien unter anderem 170 Stunden Videomaterial ausgewertet worden. Über ein eigenes Hinweisportal des Bundeskriminalamtes erhielten die Ermittler 58 Hinweise auf mögliche Täter. Gegen fünf Täter seien Strafbefehle bereits rechtskräftig.

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Das Konzept der Polizei sei darauf ausgerichtet, Fußballfans aus Leipzig und Dortmund vor Angriffen durch Gewalttäter und Kriminelle zu schützen. „Straftäter werden wir mit allen Mitteln und hohem Aufwand verfolgen“, sagte Polizeipräsident Gregor Lange laut der Mitteilung. Die Polizei will sowohl die Dortmunder Ultras als auch die Gästefans im Blick behalten. Nach den Vorfällen im Februar wurden für das Spiel am Samstag außerdem nur 3500 statt 8000 Eintrittskarten an Fans des RB Leipzig verkauft.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat unterdessen zehn Leipzig-Fans, die Opfer der Ausschreitungen im Februar geworden waren, zum Fußballspiel am Samstag nach Dortmund eingeladen.


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