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NRW

Polizei zieht Bilanz: Hunderte bei Gentest im Mordfall Ruf

Polizei

Montag, 25. November 2019 - 12:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Grevenbroich. Die Polizei zieht eine positive Bilanz nach dem Massen-Speicheltest im Mordfall Claudia Ruf: 675 von 800 aufgerufenen Männern haben am Wochenende eine DNA-Probe abgegeben. Außerdem gingen bei der Aktion in der Grundschule in Hemmerden auch neue Hinweise zu dem 23 Jahre zurückliegenden Fall ein. Das sagte ein Sprecher der Polizei Bonn am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zur Anzahl und zum Inhalt der Hinweise wollte sich die Polizei nicht äußern.

DNA-Spurensicherungsröhrchen bei einem Reihengentest. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Symbolbild

Die zu dem Test geladenen Männer waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 70 Jahre alt und lebten im Grevenbroicher Ortsteil Hemmerden. Am kommenden Wochenende folgt ein zweiter Massen-Speicheltest, bei dem weitere Männer ihre DNA-Proben abgeben können. Zwar sei niemand verpflichtet, zu dem Test zu gehen, allerdings werde im Einzelfall geprüft, ob ein Richter eine Untersuchung anordnen könne.

Am Wochenende gaben außerdem auch einige Männer eine Speichelprobe ab, die von der Polizei nicht zu dem Test gebeten worden waren, weil sie beispielsweise zur Tatzeit im Nachbarort lebten. Die Proben sollen nun in den kommenden Wochen ausgewertet werden. Insgesamt könne das rund zwei Monate dauern, so die Polizei.

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 bei einem Spaziergang in ihrem Heimatort Grevenbroich-Hemmerden entführt und sexuell missbraucht worden. Ihre Leiche wurde etwa 70 Kilometer weiter auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Nun wurde der Fall wieder aufgerollt, weil Profiler neue Hinweise sahen.

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