Polizei zieht Tiertransporter aus dem Verkehr

dpa/lnw Mittweida. Durstige Kälber und zu wenig Platz: Die Polizei hat in Mittweida in Sachsen einen Tiertransporter mit 169 Kälbern auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz vom Mittwoch hatten Beamte bei der Kontrolle am Montag festgestellt, dass der 49 Jahre alte Fahrer die zulässige Transportzeit nicht eingehalten hatte. Zudem hätten einige Kälber nicht befördert werden dürfen, da sie nicht einmal 14 Tage alt und von der Mutter noch nicht entwöhnt waren. Sie konnten Tränken deshalb nicht nutzen.

Polizei zieht Tiertransporter aus dem Verkehr

Die Polizei hat einen Tiertransporter mit 169 Kälbern auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen aus dem Verkehr gezogen. Foto: Ulrich Perrey/dpa/Archivbild

Auf der obersten Ladefläche des Transporters sei zwischen dem Rücken der Tiere und der Laderaumdecke kaum Platz gewesen, wie die Polizei weiter mitteilte. Dadurch seien die Kälber mit dem Rücken angestoßen und der Luftaustausch sei nicht gewährleistet gewesen.

Die Tiere seien zu einer Sammelstelle des Landkreises gebracht und entladen worden. Alle Kälber bekamen Elektrolytlösungen, so die Polizei. Die Polizisten hinderten den Fahrer an der Weiterfahrt. Wohin in Nordrhein-Westfalen er wollte, sagten die Behörden nicht.