NRW

Polizist soll Passanten verletzt haben: 2500 Euro

Prozesse

Donnerstag, 12. November 2020 - 15:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Weil er in Düsseldorf einen Passanten beschimpft und umgeschubst hat, muss ein Polizist 2500 Euro Geldauflage an ein Kinderhospiz zahlen. Im Gegenzug stellte ein Düsseldorfer Amtsrichter das Strafverfahren gegen den 40 Jahre alten Beamten wegen Körperverletzung im Amt am Donnerstag ein.

Der Diensthundeführer hatte zugegeben, vor zwei Jahren nachts in der Düsseldorfer Altstadt einen 52-jährigen Passanten umgestoßen zu haben, der seinem Streifenwagen im Weg stand. Er und sein Kollege hätten kurz zuvor den Hinweis auf eine Massenschlägerei in der Altstadt erhalten. Auf der Anfahrt dahin habe er wohl überreagiert, gab der Beamte zu.

„Das ist für einen Polizisten nicht angemessen“, sagte Richter Alexander Stumpe. Bei einem Passanten, der gerade einen Hamburger isst, „sollte man ruhiger bleiben“. Der 52-Jährige Altstadtbesucher hatte sich beim Sturz Prellungen an Hüfte
und Ellenbogen zugezogen.

Der Computerfachmann erzählte auf dem Gerichtsflur, damals mit mehreren Freunden einen Junggesellenabschied gefeiert zu haben. Er habe gerade in der Fußgängerzone stehend einen Hamburger vertilgt, als der Streifenwagen ohne Blaulicht und Martinshorn angekommen sei. Der Beifahrer sei aus dem Wagen gesprungen, habe „Du Arschloch stehst im Weg“ gerufen und ihn rüde umgestoßen. Dann sei der Beamte eingestiegen und weitergefahren.

Ihr Kommentar zum Thema

Polizist soll Passanten verletzt haben: 2500 Euro

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha