Polizist soll Passanten verletzt haben: 2500 Euro

dpa/lnw Düsseldorf. Weil er in Düsseldorf einen Passanten beschimpft und umgeschubst hat, muss ein Polizist 2500 Euro Geldauflage an ein Kinderhospiz zahlen. Im Gegenzug stellte ein Düsseldorfer Amtsrichter das Strafverfahren gegen den 40 Jahre alten Beamten wegen Körperverletzung im Amt am Donnerstag ein.

Der Diensthundeführer hatte zugegeben, vor zwei Jahren nachts in der Düsseldorfer Altstadt einen 52-jährigen Passanten umgestoßen zu haben, der seinem Streifenwagen im Weg stand. Er und sein Kollege hätten kurz zuvor den Hinweis auf eine Massenschlägerei in der Altstadt erhalten. Auf der Anfahrt dahin habe er wohl überreagiert, gab der Beamte zu.

„Das ist für einen Polizisten nicht angemessen“, sagte Richter Alexander Stumpe. Bei einem Passanten, der gerade einen Hamburger isst, „sollte man ruhiger bleiben“. Der 52-Jährige Altstadtbesucher hatte sich beim Sturz Prellungen an Hüfte und Ellenbogen zugezogen.

Der Computerfachmann erzählte auf dem Gerichtsflur, damals mit mehreren Freunden einen Junggesellenabschied gefeiert zu haben. Er habe gerade in der Fußgängerzone stehend einen Hamburger vertilgt, als der Streifenwagen ohne Blaulicht und Martinshorn angekommen sei. Der Beifahrer sei aus dem Wagen gesprungen, habe „Du Arschloch stehst im Weg“ gerufen und ihn rüde umgestoßen. Dann sei der Beamte eingestiegen und weitergefahren.