NRW

Post-Tarifverhandlungen: Verdi fordert 6 Prozent plus

Tarife

Dienstag, 23. Januar 2018 - 00:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Niederkassel. Bei der Deutschen Post beginnen heute in Niederkassel die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft Verdi fordert von dem Bonner Konzern eine kräftige Finanzspritze von sechs Prozent für die 130 000 Tarifbeschäftigten. In NRW gilt das Regelwerk für rund 30 000 Mitarbeiter. Zudem sollen sie die Möglichkeit haben, statt mehr Geld mehr Freizeit zu bekommen, also mehr Urlaubstage.

Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem Verdi-Logo eine Pfeife im Mund. Foto: P. Seeger/Archiv

Die Deutsche Post DHL hatte zuvor durchblicken lassen, dass so ein Gehaltsplus viel zu hoch wäre - auch weil die Briefmengen Jahr für Jahr sinken. Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmerseite dürften sich in den kommenden Monaten über mehrere Runden hinziehen. 

Der Tarifvertrag von 2015 hatte zunächst ein Plus von 2 und später von 1,7 Prozent vorgesehen. Die damaligen Verhandlungen hatten zu heftigen Verwerfungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern geführt samt mehrwöchigem Streik. Anlass zu den Verstimmungen war unter anderem die Gründung einer Tochterfirma, wo Paketboten im Schnitt schlechter bezahlt wurden als zuvor. Dieses Vorhaben setzte der Bonner Konzern trotz Kritik aus Arbeitnehmerreihen um. Ein ähnliches Aufregerthema ist in den diesjährigen Tarifverhandlungen nicht absehbar. 


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