NRW

Prostituierte in Hamm erwürgt: Dritter Prozess

Donnerstag, 27. Oktober 2022 - 15:48 Uhr

von dpa

© Ina Fassbender/dpa/Archivbild

Mehr als vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Prostituierten in Hamm hat in Dortmund der dritte Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Zwei frühere Urteile sind vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden. Dabei ist der Tatablauf eigentlich klar: Der 28-jährige Syrer hatte nie bestritten, die Prostituierte im September 2018 auf dem Straßenstrich erwürgt zu haben. Er hatte ihre Dienste in Anspruch genommen, dann aber nicht bezahlen können. Darüber soll es zum Streit gekommen sein.

In einem ersten Prozess war der Angeklagte wegen Totschlags zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Im zweiten Prozess hatten die Richter eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes verhängt. Sie sind davon ausgegangen, dass der Angeklagte die bulgarische Prostituierte erwürgt hat, um zu verdecken, dass er sie ausgenutzt und betrogen hatte.

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Im dritten Prozess geht es erneut um die Frage: War es Totschlag oder Mord? Dazu müssen die Richter aus Sicht des Bundesgerichtshofs detaillierter herausfiltern, was der 28-Jährige im Moment der Tat gedacht haben könnte. Auf seine Mithilfe können sie dabei nicht bauen. Zum Auftakt des aktuellen Verfahrens wollte sich der 28-Jährige nicht zu den Vorwürfen äußern. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Mitte November zu rechnen.


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Der Frauenanteil bei Professuren und Leitungspositionen an den NRW-Hochschulen wächst. Waren im Jahr 2007 noch 15,8 Prozent der Professuren von Frauen besetzt, stieg ihr Anteil in den folgenden Jahren auf 20 Prozent (2011), 25,2 Prozent (2017) und aktuell 27,5 Prozent. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten „Gender-Report 2022“ hervor. „An den stetig steigenden Zahlen weiblicher Professuren sehen wir, dass wir die Weichen richtig gestellt haben. Diese Entwicklung werden wir mit Nachdruck weiter vorantreiben“, erklärte NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU).