NRW

Protest gegen Abriss leerstehender Häuser am Tagebaurand

Energie

Mittwoch, 21. Oktober 2020 - 13:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Merzenich. Das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ hat gegen den Abriss von Häusern im weitgehend leerstehenden Dorf Morschenich am Rand des Braunkohletagebaus Hambach protestiert. Der zur Gemeinde Merzenich bei Düren gehörende Ort soll nach den neuen Plänen der Landesregierung nicht mehr für den Braunkohlebau weichen müssen. Sie hatte vor zwei Wochen ihre Leitentscheidung für das Rheinische Braunkohlerevier und die Umsetzung des Kohleausstiegs vorgestellt und eine Bürgerbeteiligung gestartet.

Im Tagebau Hambach arbeiten Bergbaumaschinen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Den Abriss der seit langem leerstehenden, baufälligen 37 Häuser am östlichen Ortsrand hatte die Gemeinde bereits bekannt gegeben. In dem Ort sollen die Voraussetzungen für einen „Ort der Zukunft“ geschaffen werden. Architektur-Studenten der TU Darmstadt sollen dazu Entwürfe vorlegen.

Die Initiative „Alle Dörfer bleiben“ erklärte am Mittwoch, dass es frühere Bewohner gebe, die nun zurückwollten. Die Umsiedlung von Morschenich hatte Ende 2013 begonnen, heute sind nur noch wenige Häuser bewohnt. Der Ort liegt in der Nähe des zum Symbol der Braunkohle-Proteste gewordenen Hambacher Forsts.

Den Entwurf der Leitentscheidung der Landesregierung können Bürger bis Anfang Dezember kommentieren.

Ihr Kommentar zum Thema

Protest gegen Abriss leerstehender Häuser am Tagebaurand

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha