Proteste am Tagebau Garzweiler: Sitzblockaden auf L277

dpa/lnw Erkelenz. Auch am Dienstagmorgen haben Aktivisten gegen den Abriss einer Landstraße für den Braunkohletagebau Garzweiler protestiert. Zwei „kleinere Gruppen“ machten auf der Straße jeweils Sitzblockaden, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Nach Angaben der Initiative „Alle Dörfer bleiben“ hatten sich die Aktivisten verkettet. Aus ihrer Sicht ist die L277 eine Art Trennlinie zwischen den Dörfern und dem Tagebau. Die Dörfer sollen dem Tagebau weichen, die Menschen werden deshalb umgesiedelt.

Am Montag hatte bei Protesten in dem Bereich ein Mann nach Polizeiangaben zeitweise einen Abrissbagger besetzt. Ein Sprecher des Energiekonzerns RWE nannte die Kletteraktion „lebensgefährlich“. Bereits am Wochenende hatten mehrere Hundert Menschen gegen den Abriss der L277 im Erkelenzer Stadtteil Keyenberg im Kreis Heinsberg protestiert. Nach RWE-Angaben arbeitet sich der Tagebau nach Westen vor und erreicht in wenigen Wochen die betroffene Straße. Die Abrissarbeiten sollen demnach bis September dauern.