Proteste bei Tönnies: Warnungen vor Verkehrsbehinderungen

dpa/lnw Rheda-Wiedenbrück. Die Wiederaufnahme des Schlacht- und Zerlegebetriebs bei Deutschlands Marktführer Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wird am Freitag von mehreren Demonstrationen begleitet. Die Polizei rief ortskundige Autofahrer am Freitag dazu auf, die Firmenzentrale am Nachmittag weiträumig zu umfahren. Es müsse mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, die Polizei sei mit starken Kräften im Einsatz, hieß es bei Twitter. Mehrere Initiativen, darunter Klima- und Tierschützer, hatten zu Protesten aufgerufen. Für die Gegenseite riefen Landwirte zu einem Grillen vor der Firmenzentrale auf, um ihre Zustimmung zum Neustart des Betriebs auszudrücken.

Tönnies hatte nach einem seit Mitte Juni verhängten Produktionsstopp am Donnerstag wieder die ersten 8000 Schweine geschlachtet. Am Donnerstagabend hob die Stadt Rheda-Wiedenbrück auch eine Verfügung zum Stopp der Zerlegung auf.

Deutschlands größter Schlachtbetrieb war in die Kritik geraten, nachdem rund 1400 der Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um die Ausbreitung zu verhindern, gab es zeitweise für die Bewohner der Kreise Gütersloh und Warendorf wieder verschärfte Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen.