NRW

Prozess gegen Ex-Leitung des NRW-Landgestüts startet neu

Prozesse

Donnerstag, 31. Januar 2019 - 01:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Warendorf. Zweiter Versuch: In Warendorf beginnt ein Prozess um Vorteilsnahme und Untreue am dortigen Landgestüt. Auf der Anklagebank sitzen ehemalige Führungskräfte. Der Prozess beginnt nochmals von vorne.

Prozess gegen Ex-Leitung des NRW-Landgestüts startet neu. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Heute startet der Prozess gegen drei ehemalige Führungskräfte des Landgestüts Warendorf. Das Verfahren am dortigen Amtsgericht beginnt mit der Anklage-Verlesung von vorne. Einen ersten Versuch gab es bereits im Januar 2018. Im Laufe des Jahres gab es dann aber Probleme bei der Terminabsprache zwischen den Prozessbeteiligten, die nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen gelöst wurden.

Die Staatsanwaltschaft Münster wirft der ehemaligen Leiterin des Landgestüts (54) und dem früheren ersten Hauptberittmeister (55) gemeinschaftliche Vorteilsannahme in vier Fällen vor, dem damaligen stellvertretenden Gestütsleiter (57) Vorteilsannahme in drei Fällen und Untreue. Bis zum 18. Februar sind zwei weitere Verhandlungstermine angesetzt.

Der Hauptvorwurf dreht sich um die Gründung einer Beratungsfirma, die Geschäfte mit einer Reitsporteinrichtung in Katar betrieben habe. Das für das Landgestüt zuständige Ministerium soll laut Anklage nicht über diese Firma informiert gewesen sein. Der Anwalt der angeklagten Ex-Leiterin hatte dies allerdings im ersten Prozess vor Gericht bestritten. Es habe Gespräche über die Nebentätigkeit gegeben.


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