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NRW

Prozess gegen mutmaßliche „Schlachthof-Mafia“ gestartet

Prozesse

Mittwoch, 4. Oktober 2017 - 15:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Duisburg. In Duisburg hat ein Prozess um systematische Steuerhinterziehung in deutschen Schlachthöfen begonnen. Es geht um osteuropäische Arbeiterkolonnen und fast 20 Millionen Euro.

Der Haupteingang des Landgerichts in Duisburg. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Vor dem Duisburger Landgericht hat der Prozess um die Machenschaften einer mutmaßlichen „Schlachthof-Mafia“ begonnen. In dem Verfahren sind vier Männer angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2008 und 2015 osteuropäische Arbeiter zu geringen Löhnen an Schlachthöfe vermittelt zu haben. Dabei sollen Umsatzsteuern und Sozialabgaben in Höhe von knapp 20 Millionen Euro hinterzogen worden sein. Die Anklageschrift umfasst 1100 Seiten. Der 54-jährige Hauptangeklagte sitzt in Untersuchungshaft, drei Mitangeklagte im Alter von 57 bis 74 Jahren sind auf freiem Fuß.

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Seit 2010 wurde gegen ein weit verzweigtes Firmennetzwerk des 54-jährigen Unternehmers ermittelt. Bei einer Razzia an 90 Standorten wurden im Mai 2013 auch seine Firma in Kamp-Lintfort und sein Wohnhaus im niederrheinischen Rheurdt durchsucht.


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