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NRW

Prozess um Hungertod von Zweijährigem: Möglicherweise Urteil

Prozesse

Freitag, 15. Juni 2018 - 02:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Arnsberg. Vor vier Jahren starb der kleine Anakin im Sauerland an Unterernährung. Er wurde nur zwei Jahre alt. Seine jüngere Schwester überlebte knapp. Am Freitag soll es jetzt - vermutlich - ein Urteil geben.

Das Landgericht in Arnsberg. Foto: Marcus Simaitis/Archiv

Im Prozess um den Hungertod eines Zweijährigen und die Unterernährung seiner jüngeren Schwester könnte am heutigen Freitag am Landgericht Arnsberg ein Urteil fallen. Die Anklage wirft der zehnfachen Mutter im Fall ihres Sohnes Körperverletzung mit Todesfolge, im Fall ihrer damals neun Monate alten Tochter gefährliche Körperverletzung durch Unterlassen vor. Nach den Plädoyers von Staatsanwalt und Verteidigung will das Gericht ein Urteil sprechen.

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Bereits im Mai sollte der Prozess nach über 20 Verhandlungstagen eigentlich beendet werden. Der Verteidiger hatte das Verfahren aber mit immer neuen Anträgen erneut in die Länge gezogen. Ursprünglich war bereits im Februar ein Urteil erwartet worden. Das Gericht war jedoch nach dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft nochmals in die Beweisaufnahme eingetreten. Die Anklage hatte damals eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten gefordert.

Der kleine Anakin war 2014 verhungert. Seine schwer unterernährte Schwester konnten die Ärzte gerade noch retten. Die Mutter hatte ihren Sohn im Februar 2014 wegen einer Magen-Darm-Infektion in eine Klinik gebracht. Er starb einen Tag später, abgemagert bis auf die Knochen. Ein psychiatrischer Gutachter hält die mittlerweile 41 Jahre alte Mutter für schuldfähig.

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