Prozess um Jungen im Schrank beginnt

dpa/lnw Bochum. Zweieinhalb Jahre gilt ein Junge aus Duisburg als vermisst. Dann wird er bei einer Razzia durch Zufall im Schrank eines erwachsenen Mannes gefunden. Vor Gericht geht es jetzt um massiven sexuellen Missbrauch.

Prozess um Jungen im Schrank beginnt

Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Am Bochumer Landgericht beginnt heute der Prozess um den Vermisstenfall eines heute 16-jährigen Jungen aus Duisburg. Der Teenager war rund zweieinhalb Jahre lang verschwunden, bevor er im Dezember 2019 bei einer Polizei-Razzia zufällig gefunden wurde. Im Schrank in der Wohnung eines Mannes aus Recklinghausen. Laut Anklage hat der 45-Jährige den Jungen über Soziale Medien kennengelernt, versteckt und immer wieder missbraucht. Im Prozess geht es um 475 Fälle. Außerdem wird dem Angeklagten das Verbreiten von Kinderpornographie vorgeworfen. Für das Strafverfahren gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen.