Prozess um Juwelen-Räuberbande „Pink Panther“

dpa/lnw Köln. Uhren mit Millionenwert soll ein mutmaßliches Mitglied der international tätigen Juwelen-Räuberbande „Pink Panther“ bei Überfällen erbeutet haben. Über zehn Jahre später steht der Mann in Köln vor Gericht.

Prozess um Juwelen-Räuberbande „Pink Panther“

Ein Polizeiwagen steht vor dem Landgericht in Köln. Foto: picture alliance / Marius Becker/dpa/Archivbild

Schwerer Raub in zwei Fällen lautet heute die Anklage gegen einen 46 Jahre alten Mann vor dem Kölner Landgericht. Der Mann soll im Dezember 2007 mit einem Mittäter ein Juweliergeschäft in der Kölner Innenstadt überfallen haben. Dabei sollen Uhren im Wert von rund 300 000 Euro erbeutet worden sein. Ferner legt die Staatsanwaltschaft dem Montenegriner einen weiteren Überfall auf einen Juwelier in Mülheim an der Ruhr im Juni 2008 zur Last. Bei diesem Coup sollen die erbeuteten Uhren gar einen Wert von rund 1,14 Millionen Euro gehabt haben.

Laut Anklageschrift soll der Mann Mitglied der international tätigen Juwelenräuberbande „Pink Panther“ sein. Die internationale Polizeiorganisation Interpol legt der Bande weltweit Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte zur Last. 

Der 46-Jährige stehe erst über zehn Jahre nach den ihm vorgeworfenen Taten vor einem deutschen Gericht, weil er zuvor eine mehrjährige Freiheitsstrafe in Frankreich habe absitzen müssen, teilte ein Gerichtssprecher mit. Die nun erfolgte Auslieferung an Deutschland sei ferner nur möglich geworden, weil die Schweiz ein eigenes Auslieferungsgesuch zurückgestellt habe, hieß es weiter.

Bis Ende April sind fünf Verhandlungstage geplant.