NRW

Prozess um Mord vor 25 Jahren: Tat-Rekonstruktion geplant

Kriminalität

Mittwoch, 28. April 2021 - 02:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Vor Gericht reden bislang nur die Zeugen, der Angeklagte schweigt. Nun wollen Kriminalexperten den Hergang des vor fast einem Vierteljahrhundert begangenen Mordes schildern.

Landgericht Aachen. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Im Prozess um einen vor fast 25 Jahren begangenen Mord an einem Automobil-Händler ist heute vor Gericht eine Rekonstruktion der Tat geplant. Auch der Befund der Gerichtsmedizin über das Opfer soll in das Strafverfahren vor dem Landgericht Aachen eingebracht werden. Bislang wurden vor allem Zeugen gehört. Auf der Anklagebank sitzt ein 51 Jahre alter Deutscher aus dem Raum Aachen, der bislang schweigt. Er soll zusammen mit einem längst gestorbenen Mittäter im Dezember 1996 in Würselen bei Aachen einen Automobil-Händler grausam und aus Habgier ermordet haben. Am vermuteten Tatort, dem Haus des Opfers, konnten nach der langen Zeit keine Spuren gefunden werden.

Die Leiche war 100 Kilometer von Aachen entfernt in einem entlegenen Wäldchen am Niederrhein entdeckt worden, daher bekam der Fall den Namen „Sandkuhle“. Mehr als 20 Jahre war nicht bekannt, wer der von vielen Schlägen entstellte Tote war. Erst dann konnte nach einem Hinweis die Identät geklärt und ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Der Hinweisgeber ist der Bruder des 1997 gestorbenen mutmasslichen Mittäters.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-375937/2

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