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NRW

Prozess um tödliche Auto-Attacke wird fortgesetzt

Prozesse

Montag, 2. Juli 2018 - 00:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bielefeld. Auf den ersten Blick sah es nach Fahrerflucht aus, dann nahm der Fall eine Wende: Aus Wut auf die Gesellschaft soll ein Autofahrer eine Fußgängerin umgefahren und getötet haben. Äußert er sich vor Gericht?

Ein Richterhammer auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/Archiv

Nach der mutmaßlichen Auto-Attacke auf eine Fußgängerin in Minden wird der Mordprozess gegen einen 57-jährigen Fahrer heute fortgesetzt. Beim Prozessauftakt am 8. Juni hatte das Landgericht Bielefeld nach Absprache mit allen Prozessbeteiligten nur die Anklage verlesen lassen, weil der Verteidiger im Urlaub war. Offen ist, ob sich der ledige Lehrer aus Minden zu den Vorwürfen äußern wird.

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Der Mindener soll die 53-jährige Frau im Dezember 2017 mit voller Absicht mit seinem Auto über den Haufen gefahren haben. Die Frau wurde durch die Wucht des Aufpralls 30 Meter durch die Luft geschleudert und landete schwer verletzt auf einem Acker. Im März 2018 starb sie an den Folgen ihrer schweren Verletzungen im Krankenhaus. Vor der Tat soll der Angeklagte auf der Suche nach einem willkürlichen Opfer mit seinem Auto durch das Kreisgebiet gefahren sein.

Ob der Mann überhaupt schuldfähig ist, soll ein Gutachter klären. Der Vorsitzende Richter wies beim Prozessauftakt daraufhin hin, dass am Ende neben oder anstatt einer Strafe auch die Einweisung in eine Psychiatrie stehen kann. Der Mindener soll unter einer schwulenfeindlichen Gesellschaft gelitten haben. Außerdem habe er sich laut Anklage von einer „Strahlenmafia“ verfolgt gefühlt. In seinem Kampf dagegen hätten ihn die Behörden nach seiner Auffassung nicht genügend unterstützt.

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