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NRW

Prozess um totes Kleinkind geht weiter

Kriminalität

Donnerstag, 16. Juli 2020 - 02:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Mönchengladbach. Ein zweijähriges Kind ist im April 2019 in Grevenbroich gestorben. Seine Mutter soll einen Heizlüfter vor das Kinderbett gestellt und es tagelang nicht versorgt haben. Im Prozess könnte sie nun aussagen.

Die Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv

Mehr als ein Jahr nach dem qualvollen Tod eines Kindes in Grevenbroich könnte in dem Prozess die angeklagte Mutter heute (14.00 Uhr) aussagen. Zum Auftakt des Verfahrens Mitte Juni im Landgericht Mönchengladbach hatte ihr Verteidiger erklärt, die 28-Jährige werde sich im Verlauf der Verhandlungen äußern. Die Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau unter anderem Totschlag durch Unterlassen vor.

Die junge Mutter soll den Zweijährigen im April 2019 in das Kinderbett gelegt und einen Heizlüfter darauf gerichtet haben. Erst am übernächsten Tag soll die Frau wieder nach dem kleinen Jungen geschaut haben. Die von ihr alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.

Nach den Untersuchungsergebnissen der Rechtsmedizin starb das Kind aufgrund eines Flüssigkeitsmangels in Verbindung mit erheblicher Hitzeeinwirkung. Die Angeklagte lebte den Angaben zufolge mit ihrem Ehemann, dem Vater des verstorbenen Kindes, in der gemeinsamen Wohnung. Sie habe zudem eine ältere Tochter.

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