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NRW

RWE: Rodungen im Hambacher Wald erst nach Gerichtstermin

Demonstrationen

Freitag, 20. Oktober 2017 - 14:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Essen/Aachen. Der Energiekonzern RWE will auch nach der Verschiebung eines Gerichtstermins zum Braunkohletagebau Hambach weiter mit den umstrittenen Rodungen warten. Die Rodungen werden nach Angaben eines RWE-Sprechers von Freitag erst nach der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Köln am 21. November beginnen. „Wir werden ungefähr einen Monat später roden“, sagte ein RWE-Sprecher am Freitag. Das Unternehmen wolle so zur Deeskalation beitragen. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass die Kapazität der Polizei im Hinblick auf die anstehende Klimakonferenz in Bonn angespannt sei.

Ein Aktivist im Hambacher Forst klettert zu einem Baumhaus. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Das Verwaltungsgericht Köln hatte eine Verhandlung über eine Klage des Bund für Umwelt und Naturschutz gegen den Braunkohleabbau in Hambach auf den 21. November geschoben. Der Hauptbetriebsplan für die Jahre 2015 bis 2017 und der Rahmenbetriebsplan für die Zeit 2020 bis 2030 verstoßen nach BUND-Ansicht gegen europäisches Umweltrecht. Bei einem Erfolg der Klage dürfte laut BUND nicht weiter gerodet werden.

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Zuletzt hatte der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach an RWE appelliert, mit den Rodungen bis nach der Verhandlung zu warten, um den Konflikt mit den Tagebaugegnern nicht weiter anzuheizen. Mit den neuen Rodungen werden Bäume im Kerngebiet des uralten Waldes verschwinden. Die Polizei rechnet dann mit Auseinandersetzungen. Die Szene der Waldbesetzer hat sich nach ihren Beobachtungen verändert in eine gewaltorientierte Anarcho-Szene.

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