NRW

Radeberger will Kölsch-Brauerei aufgeben

Getränke

Freitag, 12. April 2019 - 20:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Die Radeberger Gruppe will ihre Kölsch-Produktion auslagern und die Brauerei in Köln-Mülheim schrittweise aufgeben. Das „Haus Kölscher Brautradition“, eine Radeberger-Tochter mit Marken wie Sion, Gilden oder Dom Kölsch, werde seine Produktion bis Herbst 2021 schrittweise an die Früh-Brauerei abgeben, erklärten die Unternehmen am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung. Radeberger wolle seine Marken aber weiter selbst vermarkten - Unternehmenssitz des Hauses Kölscher Brautradition bleibe Köln-Mülheim.

„Wenn zwei Brauer ihre Mengen produktionsseitig zusammenlegen, entsteht ein optimal zugeschnittener und ausgelasteter Standort, der in einem tendenziell schwierigen Bier- und Kölschmarkt noch zukunftssicherer betrieben werden kann“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe, Niels Lorenz. Die Kölsch-Marken blieben auch nach der Kooperation unverändert.

Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) arbeiten im Haus Kölscher Brautradition etwa hundert Beschäftigte. Sie forderte, die Zukunftssorgen der Mitarbeiter ernst zu nehmen und Sicherheiten zu geben.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.