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NRW

Radfahrer angefahren und geflohen: Acht Jahre Haft

Prozesse

Freitag, 13. März 2020 - 10:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Aachen. Weil er einen Radfahrer angefahren und liegengelassen hat, ist ein angeklagter Autofahrer vom Aachener Landgericht zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil am späten Donnerstagabend erging wegen versuchten Mordes durch Unterlassen, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Ein Mitangeklagter erhielt wegen Beihilfe eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Die beiden Männer waren im September 2019 nachts angetrunken und ohne Führerschein in ihren Autos über einer Landstraße in Würselen hintereinander her gefahren. Der 35 Jahre alte Hauptangeklagte erfasste den Radfahrer mit seinem Wagen und fuhr weiter, ohne ihm zu helfen. Der 19-Jährige starb am Unfallort. Der Mitangeklagte hatte seinem Freund laut Urteil geholfen, dessen Auto abzuschleppen.

Das Urteil fiel nach Angaben des Gerichtssprechers überraschend schon am Donnerstagabend. Da der nächste Verhandlungstag erst für Anfang April geplant gewesen sei, habe die Kammer wegen der derzeitigen Unwägbarkeiten durch die Coronakrise den Prozess zeitnah abschließen wollen.

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