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Rauball mit Sorgen: „Dann gerät das Ganze ins Rutschen“

Fußball

Donnerstag, 23. Dezember 2021 - 17:14 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Dortmund. Der ehemalige Ligapräsident Reinhard Rauball sorgt sich um den Ruf des Fußballs. Wagemutige Pläne zur Einführung einer europäischen Superliga oder die Ausrichtung der kommenden WM in Katar schadeten der Außendarstellung des Sports. „Eine Superliga haben wir hier bei Borussia Dortmund unisono verurteilt. Und ich bin ehrlich: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass eine WM nach Katar vergeben werden könnte. Das sind natürlich auch Gründe dafür, dass der Fußball im Moment nicht den Stellenwert hat, den er meiner Meinung nach verdient“, sagte der BVB-Präsident der „Funke Mediengruppe“ kurz vor seinem 75. Geburtstag am ersten Weihnachtstag.

Reinhard Rauball, ehemaliger Präsident des deutschen Ligaverbandes. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

Aufgrund solcher Entwicklungen seien Profis und Verantwortliche im Fußball gefordert. „Wenn Fußballstars der Welt zeigen, dass sie mit Gold überzogene Steaks essen, dann gerät das Ganze ins Rutschen, in der Summe hat das alles zu erheblicher Kritik am Fußball geführt. Da müssen wir gegensteuern, das ist eine Hauptaufgabe für alle Verantwortlichen“, sagte Rauball.

Nicht minder kritisch sieht der Jurist die jüngsten Turbulenzen im Deutschen Fußball-Bund: „Um ehrlich zu sein: Ich mache mir auch Sorgen, speziell um den DFB. Es muss das Gebot der Zukunft sein, gemeinsam Lösungen zu finden. Und dazu kommt man nicht durch Poltern und nicht durch das Produzieren von Schlagzeilen, sondern durch Reden und Arbeiten im Hintergrund. Das kann ich nur jedem empfehlen.“

© dpa-infocom, dpa:211223-99-492082/2

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